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Wappen der Stadt Freiburg

Vom 08. - 10. Juli 2014 lädt der KOSIS - Verbund zur Gemeinschaftstagung nach Augsburg ein







alle Fotos: Medien- und Kommunikationsamt der Stadt Augsburg

Tagungsort: Zeughaus, Augsburg

Der KOSIS-Verbund und seine Gemeinschaften laden wieder zur alljährlichen Gemeinschaftstagung ein. Auf dem Programm stehen neben den Mitgliederversammlungen der einzelnen Gemeinschaften SIKURS, HHSTAT, KOWAHL, AGK und DUVA wieder eine Reihe von interessanten und gemeinschaftsübergreifenden Workshops auf dem Programm. Zur Teilnahme eingeladen sind nicht nur die Anwender der Programme und die Aktiven der Gemeinschaften, sondern auch Kolleginnen und Kollegen, die sich über den Stand der einzelnen Projekte informieren wollen.

Die Tagung findet im Zeughaus statt, einem 1505 erbauten spätgotischen Kornhaus, das bis 1607 als Kornspeicher der Stadt diente. Nach dem Um- und Erweiterungsbau unter der Bauleitung von Elias Holl beherbergte es das Waffenarsenal der Stadt, ab 1806 befand es sich im Besitz des Königreichs Bayern und wurde 1895 von der Stadt für 195.000 Goldmark zurückgekauft um es bis 1975 als Hauptfeuerwache zu nutzen. Danach wurde es zu einem Bildungs- und Begegnungszentrum umgebaut und stellt mitten in der Innenstadt einen idealen Veranstaltungsort für die KOSIS-Gemeinschaftstagung dar.

Augsburg - mediterranes Flair in Bayerisch-Schwaben

„Augusta Vindelicum“ nannten einst die Römer zu Ehren des Kaisers Augustus ihre Militär- und Zivilsiedlung zwischen Lech und Wertach. Über 400 Jahre lang fungierte sie als römische Provinzhauptstadt. Im 13. Jahrhundert wurde Augsburg Freie Reichsstadt und entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert durch den Fernhandel und die Bank- und Metallgeschäfte hier ansässiger Kaufmannsfamilien, vor allem der Fugger und Welser, zu den Weltstädten der Renaissance. Noch heute zeugen viele Gebäude von der historischen Bedeutung Augsburgs, die mit über 2.000 Jahren die älteste Großstadt Bayerns und eine der ältesten Städte Deutschlands ist.

Jakob Fugger der Reiche war das Finanzgenie der Renaissance und schuf ein weltweites Handels-, Bank- und Industrieimperium. Er finanzierte den Aufstieg und die Kaiserkrone der Habsburger, er prägte die Münzen der Päpste und bezahlte ihre Schweizergarde. Mit der Fuggerkapelle in der Annakirche und dem Damenhof in den Fuggerhäusern brachte Jakob Fugger die Renaissance nach Deutschland. Er wollte aber auch, dass für bedürftige Augsburger Bürger etwas getan wird und stiftete 1521 die Fuggerei. Sie ist eine „Stadt in der Stadt“ mit einer Kirche, Mauern und drei Toren und ist heute die älteste Sozialsiedlung der Welt. Noch immer beträgt der Jahresmietpreis den Wert eines Rheinischen Gulden (0,88 €) sowie täglich drei Gebete für den Stifter und seine Familie.

Doch die Fugger kannten nicht nur Geld und Geschäfte, sie machten sich auch als Kunstförderer einen Namen. Das Porträt von Jakob Fugger, das von Albrecht Dürer um 1518 gefertigt wurde, befindet sich heute in der Staatsgalerie Altdeutsche Meister in der früheren Katharinenkirche des Schaezlerpalais. Dort findet man auch Werke von Bellini, Burgkmaier und Holbein d.Ä., die ebenfalls für die Fugger gearbeitet haben. Das Schaezlerpalais beherbergt außerdem den berühmten Rokokofestsaal und die Grafische Sammlung.

Nach der Unterdrückung der Augsburger Protestanten während des Dreißigjährigen Krieges wurde mit dem Westfälischen Frieden von 1648 und der Augsburger Parität das friedliche Zusammenleben von Katholiken und Protestanten wieder gewährleistet. Aus Dankbarkeit stifteten die Protestanten 1650 das Augsburger Hohe Friedensfest, das jährlich am 8. August gefeiert wird. Seit 1950 ist dieser Tag in Augsburg ein gesetzlicher Feiertag. Seit dem Jahr 1985 wird alle drei Jahre von der Friedensstadt Augsburg der „Preis zum Augsburger Friedensfest“ verliehen.

Das Zentrum von Augsburg bilden das Rathaus mit seinem Goldenen Saal und der Perlachturm im Herzen der Stadt. Der bedeutende Stadtbaumeister Elias Holl erbaute zu Beginn des 17. Jahrhunderts das prachtvolle Rathaus und erhöhte den Perlachturm auf 66 m. An vielen Stellen sorgte er dafür, dass Augsburg bis heute ein Juwel der Renaissance-Architektur geblieben ist.

Die historische Innenstadt Augsburgs bietet aber noch einiges mehr an Sehenswertem:

  • Das Maximilianmuseum, im Zentrum der Altstadt gelegen, ist das Stammhaus der Städtischen Kunstsammlungen Augsburg. Im Viermetzhof, dem Innenhof mit seiner spektakulären Glasdachkonstruktion, sind die kostbaren Bronzefiguren der Augsburger Prachtbrunnen – Augustus, Merkur und Herkules – beherbergt. Glanzstücke sind außerdem die Augsburger Goldschmiedekunst, Porzellan und Fayencen, Uhren und wissenschaftliche Instrumente sowie die stadtgeschichtliche Sammlung.
  • Die neue Dependance der Kunstsammlungen und Museen Augsburg im Glaspalast, ein bedeutendes architektonisches Denkmal Augsburgs, profiliert sich mit Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
  • Aufgrund der langen Textiltradition Augsburgs, befindet sich in der ehemaligen Kammgarnspinnerei, einer der ersten Fabriken Bayerns, das preisgekrönte Staatliche Textil- und Industriemuseum „tim“. Mit Maschinen, Mustern und einem „Laufsteg der Modegeschichte“ zeigt es die einst europaweite Bedeutung der Industriestadt Augsburg auf. Die ehemalige Spinnerei war zeitweise die größte Kammgarnspinnerei der Bundesrepublik.

Zwei Gedenkstätten erinnern an zwei weltbekannte Künstler:

  • Das Mozarthaus mit Museum in der Nähe des Doms, ist das Geburtshaus von Leopold Mozart, dem Vater, Erzieher und Lehrer von Wolfgang Amadé Mozart. Auch das Geburtshaus des großen Dramatikers und Lyrikers Bertolt Brecht kann in der Handwerkeraltstadt besichtigt werden. Hier in Augsburg ging er zur Schule und absolvierte seine ersten literarischen Gehversuche.
  • Im Museum des bekanntesten Marionettentheaters Deutschlands, der „Augsburger Puppenkiste“, trifft man auf so legendäre TV-Stars wie Jim Knopf, Räuber Hotzenplotz, Urmel aus dem Eis und viele andere.

Heute ist Augsburg eine pulsierende Großstadt mit italienischem Flair und Lebensfreunde. Mit rund 275.000 Einwohnern gehört sie zu einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Bayern. Die Erfindung des Ingenieurs Rudolf Diesel, der später nach ihm benannte Dieselmotor, gehört zu den bahnbrechendsten Erfindungen auf dem Weg zur Industrialisierung. Hier in Augsburg lernte der Motor das Laufen. Noch heute kann man einige der ersten Dieselmotoren der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg im MAN-Museum besichtigen.

Mit dem Thema „Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg“ bewirbt sich die Stadt Augsburg um die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes. Im Vordergrund stehen dabei die mittelalterliche Wassertechnik und die Augsburger Kanäle als Quelle der Industriekultur.

Obwohl Augsburg durch die Industrie sehr geprägt wurde, braucht man als Erholungssuchender die Stadt nicht zu verlassen. Die Siebentischanlage verbindet die Innenstadt mit dem Siebentischwald. Der Zoo und der Botanische Garten grenzen unmittelbar an diese Anlage, die mit ihren Teichen, Kanälen, Spielplätzen und Gaststätten bei den Augsburgern sehr beliebt ist. Im ganzen Stadtgebiet gibt es zahlreiche Park- und Grünanlagen, einer der größten davon ist der Wittelsbacher Park.

Augsburg liegt an der „Romantischen Straße“ von Würzburg nach Füssen, eine der bekanntesten Ferienstraßen Deutschlands, aber auch in der Europäischen Metropolregion München. In nur einer Auto- oder Zugstunde erreicht man die Schlösser des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., die Alpen oder die fränkische Seeplatte, aber auch Nürnberg und München.

Weitere Informationen zum Zeughaus und der Stadt können den Broschüren „400 Jahre Augsburger Zeughaus“ „ und „Augsburg kompakt – Daten, Fakten, Zahlen“ entnommen werden und sind auf den Internetseiten der Stadt Augsburg, der Regio Augsburg Tourismus GmbH und natürlich unter www.statistik.augsburg.de zu finden.