Startseite    Sitemap    Impressum    Suche      
AG Nord-West  |  AG Ost  |  AG Süd  |  Fach-AGs  |  Ex-AG
   
 

Aktuelle Projekte

Nach Gründung der AG-Bevölkerung wurden Themenwünsche durch die Mitglieder der AG-Bevölkerung zusammengetragen. In der ersten konstituierenden Sitzung im Februar 2008 wurden durch die Mitglieder die Prioritäten der Themenwünsche festgelegt und daraus das künftige Arbeitsprogramm der AG-Bevölkerung beschlossen. Für das fachliche Arbeitsprogramm teilte sich die AG-Bevölkerung in die drei Unterarbeitsgruppen "Kennzahlen zum demografischen Wandel", "Typisierung des Migrationshintergrundes" und "Sekundäreffekte von Zweitwohnsitzsteuern" auf.

Arbeitsprogramm 2008: Kennzahlen zum demografischen Wandel, Typisierung des Migrationshintergrundes, Sekundäreffekte von Zweitwohnungssteuern   (177 KB)
Vortrag über die AG-Bevölkerung zur Tagung der AG-Nord-West am 20./21.05.2010 in Bremen  (77 KB)
Sprecher der AG-Bevölkerung, Hr. Klaus Kosack

Kennzahlen zum demografischen Wandel

Die Bevölkerung in Deutschland wird langfristig abnehmen, sie wird älter und ihre Zusammensetzung wird durch die internationale Zuwanderung heterogener. Es wird erwartet, dass der demografische Wandel regional sehr unterschiedlich verlaufen wird: Die Bevölkerung kann an unterschiedlichen Orten zur gleichen Zeit schrumpfen, stagnieren oder wachsen. Strukturelle Unterschiede können sich dabei verstärken, abschwächen oder neu entwickeln zwischen Ost und West, zwischen ländlichen und städtischen Räumen, zwischen den Städten oder auch zwischen städtischen Teilgebieten.

Die Folgen des demografischen Wandels sind vielfältig: Sie berühren die medizinische Versorgung und Pflege, den Wohnungsmarkt, das Rentensystem und die Arbeitswelt, um nur einige Bereiche zu nennen. Akteure und Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft kommen nicht umhin, sich mit den anstehenden Veränderungen zu befassen und diese möglichst aktiv zu gestalten.

Gestaltung zählt in diesem Prozess nicht zu den Aufgaben der Statistik . Die Statistik liefert die quantitative Informationsgrundlage für die Entwicklung von Strategien, für die Planung von Maßnahmen. Sie ist darüber hinaus Maßstab für die Kontrolle und Bewertung von getroffenen Maßnahmen. Die kommunalen Statistikstellen verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz und einen großen Fundus an räumlich und inhaltlich tief gegliederten Daten. Zudem werden laufend neue Datenquellen erschlossen. Diese Schatztruhe muss „nur noch“ für die Gestalter des demografischen Wandels geöffnet werden. Das ist im Wesentlichen die Aufgabe der Unterarbeitsgruppe. 

Ziel ist es, einen Indikatorenkatalog zum demografischen Wandel aufzustellen und darauf aufbauend einen Muster-Demografiebericht zu erarbeiten. Die kommunalen Statistikstellen können sich daran orientieren, um die demografische Entwicklung in ihrer Kommune kleinräumig zu beschreiben, ein Beobachtungssystem zum demografischen Wandel aufzubauen und sich mit anderen Städten zu vergleichen. 

Im Indikatorenkatalog zum demografischen Wandel werden Indikatoren und Merkmale empfohlen, die auf der Basis der Melderegister kleinräumig und einheitlich ausgewertet werden können. Zudem enthält der Katalog detaillierte Hinweise zur Berechnung und Aussagekraft der Indikatoren sowie zur Datengrundlage. Der Katalog steht unter der Rubrik Demografie als Download bereit. Bis zum Druck folgen voraussichtlich nur noch kleinere redaktionelle Änderungen.

Die ersten Arbeiten am Muster-Demografiebericht sind begonnen, wer mitarbeiten möchte, ist gern dazu eingeladen.

Vorstellung Indikatoren- und Merkmalskatalog zur statistischen Woche 2011 in Leipzig   (610 KB)
Auf dem Weg zum standardisierten Demografiebericht (VDSt aktuell Nr.13/2008)   (186 KB)
Werkstattbericht - Indikatoren- und Merkmalskatalog zum demografischen Wandel zur Frühjahrstagung 2010 in Bonn  (120 KB)
Anke Jeschke, Leiterin der Unterarbeitsgruppe Demografie

Typisierung des Migrationshintergrundes

Der Begriff "Einwohner mit Migrationshintergrund" hat sich in der Statistik und Forschung, aber auch in der politischen und öffentlichen Diskussion, in den vergangenen Jahren zunehmend durchgesetzt. Wurden die in Deutschland lebenden Zuwanderer noch bis Ende der 1990er Jahre fast ausschließlich über ihre nicht-deutsche Staatsangehörigkeit definiert, so sind seitdem, ausgehend von einigen Städten mit hohem Migrantenanteil, verschiedene Verfahren zur Abgrenzung und Ableitung eines "Zuwanderungshintergrundes" entstanden. Vor allem nach der Novellierung des Staatsangehörigkeitsrechts zum Jahr 2000 setzten sich neben Städten auch die amtliche Statistik sowie verschiedene weitere Institutionen mit dem Begriff auseinander. Es entstand eine Vielzahl unterschiedlicher Konzeptionen und Abgrenzungen. Ziel der Unterarbeitsgruppe „Migrationshintergrund“ ist es, Empfehlungen zu einer möglichst einheitlichen und vergleichbaren Anwendung des Begriffs ‚Migrationshintergrund’ in der Städtestatistik zu geben. Hierzu erfolgt die Bearbeitung in fünf, aufeinander aufbauenden Bausteinen: Literatursammlung, Definitionen, Testdatei, Programmoptimierung und Empfehlungen. Die Mitglieder der UAG treffen sich ca. dreimal im Jahr, um aktuelle Entwicklungen und die Arbeitsfortschritte miteinander zu diskutieren.

Konzeption und Aufgabenstellung der Unterarbeitsgruppe Migration  (37 KB)
Ansgar Schmitz-Veltin, Leiter der Unterarbeitsgruppe Migration
Zwischenbericht der UAG Migration zur Frühjahrstagung 2010  (156 KB)
Ansgar Schmitz-Veltin, Leiter der Unterarbeitsgruppe Migration