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TooLS - Werkzeuge für die Entwicklung vergleichbarer Erhebungen auf lokaler Ebene

Der demografische und soziale Wandel stellt die Europäische Union vor große Herausforderungen und spielt in der auf Wettbewerbsfähigkeit, sozialen Ausgleich und Nachhaltigkeit gerichteten Entwicklungspolitik eine immer größere Rolle. Die Städte werden zunehmend als die Orte erkannt, in denen nicht nur die Probleme kulminieren, sondern in denen man ihnen auch am wirkungsvollsten begegnen kann. Man erwartet von ihnen gerade dort zielgenaueres Handeln, wo globale und nationale Maßnahmen die Entwicklungsmöglichkeiten nicht ausschöpfen und den vielfältigen Problemen vor Ort nicht gerecht werden.

Nun will die EU-Kommission mit einem Förderprojekt die Städte befähigen, die sozialen Probleme frühzeitiger zu erkennen, in ihrer Entwicklung zu kontrollieren und sie mit geeigneten Maßnahmen wirkungsvoll anzugehen. Die Städte sollen sich die erforderlichen Informationen in interkommunaler Zusammenarbeit verschaffen, im Städtevergleich für die notwendige Transparenz sorgen und voneinander lernen. Dazu fördert die Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit ein Projekt zur „Entwicklung von Werkzeugen für vergleichbare Erhebungen auf lokaler Ebene“, um das sich die beiden KOSIS-Gemeinschaften DUVA und Urban Audit zusammen mit der Universität Freiburg erfolgreich bewarben. Die Statistischen Ämter der Städte Amsterdam und Helsinki sorgen als Projektpartner für die europäische Ausrichtung des Vorhabens.

Unter dem Namen TooLS (aus “tools for comparable local surveys”) entwickeln sie in der dreijährigen Projektlaufzeit eine inhaltliche, eine technische und eine organisatorische Komponente. Für alle drei Aspekte bietet die deutsche Städtestatistik mit ihrem KOSIS-Verbund gute Ansätze. Organisatorisch soll im Projekt die Zusammenarbeit in Städtenetzwerken gestärkt werden, technisch wird die Entwicklung des Informationsmanagement-Systems DUVA forciert und inhaltlich geht es einerseits um die problemorientierte Nutzung städteverglei-chender Daten aus Urban Audit, Perception Survey und anderen Quellen, vor allem aber um die Entwicklung von Fragenmodulen, mit denen die aus Sekundärstatistiken nicht verfügbaren Informationen durch Befragungen zunächst probeweise, später regelmäßig erhoben werden sollen.

Der demografische Wandel wirft für die Städte eine Vielzahl von Fragen auf. Die alternde Bevölkerung stellt sie dabei vor besonders dringende Probleme. Das TooLS-Projekt richtet daher sein Augenmerk auf die Altersgruppe 50+, bei der es einerseits um Fragen des aktiven Alterns, zum anderen um die mit zunehmendem Alter auch wachsende Hilfe- und Pflegebedürftigkeit geht.
Die Erhebungen wenden sich an die Bürger, an Fachverwaltungen und an Dienste-Anbieter. Entwürfe zu den Fragenmodulen wird das Institut für Soziologie der Universität Freiburg liefern. Man orientiert sich hierbei im Interesse der Vergleichbarkeit an europaweiten Erhebungen und stimmt sich auch mit dem Zentrum für Sozialindikatorenforschung von GESIS in Mannheim ab, welches das Europäische System für Soziale Indikatoren (EUSI) betreibt. Die Befragungen sollen außerdem als „koordinierte Umfragen“ in der zuständigen Arbeitsgruppe der Städtestatistiker beraten werden.

Entscheidend ist der Informationsbedarf der Städte selbst. Diese erste nationale Konferenz soll dazu dienen, mit interessierten Städtevertretern das Konzept des Projekts zu diskutieren sowie Vorstellungen und Anregungen der Kommunen aufzunehmen.

Teilnehmen können alle Interessierten. Besonders herzlich eingeladen sind Städte, die eine Projektteilnahme und die konkrete Erprobung der inhaltlichen und technischen Instrumente ins Auge fassen.

Nähere Informationen zum Projekt finden sich unter http://tools-project.eu oder können telefonisch bei den Projektpartnern, besonders bei FIFAS (0761 / 28 83 64) erfragt werden.

Konferenz-Programm

TooLS-Programm.pdf

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