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AGK - Projektverlauf

Im März 2001 wurde auf der Frühjahrstagung des VDSt die KOSIS-Gemeinschaft „AGK - Adresszentraldatei, Gebäudedatei und Kleinräumige Gliederung“ gegründet, um ein neues, flexibles aber in sich konsistentes Verfahren für kommunale Raumbezugssysteme zu entwickeln. Dieses setzt sich aus der zentralen „Adresszentraldatei“ und den darüber kommunizierenden Modulen „Statistische Gebäudedatei“ und „Kleinräumige Gliederung“ zusammen. Mit AGK werden die Datenbestände der Straßen, Adressen, Gebäude und der Gebietsgliederung sowie deren gegenseitigen räumlichen und zeitlichen Beziehungen incl. der Historie in einem relationalen DBMS zusammengeführt. Dieses Konzept wurde auf der 1. Mitgliederversammlung am 18.06.2001 in Erfurt vorgestellt.

Als 1. Realisierungsphase wurde im Juli 2001 ein Werkauftrag zur Umstellung auf ein relationales DBMS und zur Implementierung einer Klassenbibliothek erteilt. Es erfolgte eine vollständige Umstrukturierung des Datenmodells und eine Überarbeitung der Programmkonzeption. Diese Arbeiten wurden im April 2002 abgeschlossen und darauf aufbauend ein Pflichtenheft erstellt.

Basierend auf den Ergebnissen der 1. Realisierungsstufe wurde im August 2002 die „Anwendungsentwicklung von AGK“ ausgeschrieben und im Oktober 2002 von der Stadt Nürnberg vergeben. In dieser 2. Realisierungsphase entstand in der Jahresmitte 2003 der erste Prototyp des Programms AGK mit den namensgebenden Modulen Adresszentraldatei, Gebäudedatei und Kleinräumige Gliederung, welcher in 16 Städten getestet und bei der Frühjahrstagung 2004 in Frankfurt (Oder) vorgestellt wurde.

In der 3. Realisierungsphase wurden im Laufe des Jahres 2004 die Ergebnisse der o.g. Tests in das Programm eingearbeitet und als Betaversion an alle Mitgliedsstädte ausgeliefert. Zur Einführung in das Programm fanden in Erfurt und in Nürnberg Schulungen statt.

In der 4. Realisierungsphase wurden die Rückmeldungen zum Programm aus den Schulungen und den Mitgliedsstädten in die Endversion von AGK eingearbeitet und zur Frühjahrstagung 2005 ausgeliefert. Damit war die Neuentwicklung mit allen geforderten Grundfunktionalitäten abgeschlossen.

Bei der 2. Mitgliederversammlung am 16.06.2005 in Münster wurde u.a. auch die Weiterentwicklung von AGK abgestimmt. Das Projekt AGK ging mit der Umsetzung der wichtigsten Änderungs- und Erweiterungswünsche aus den Mitgliedsstädten daraufhin in die 1. Erweiterungsphase. Hierbei handelte es sich v.a. um Optimierungen des Programmhandlings durch Erweiterung der Anzeige, der Speichermöglichkeit von Parametern bei den Schnittstellen und der Ergänzung um zusätzliche Funktionalitäten bei der Verwaltung der räumlichen Beziehungen zwischen den Elementen. Außerdem wurde in Hinblick auf zukünftige Entwicklungen die Programm-Architektur überarbeitet und damit eine klarere Trennung von Client und Server sowie eine Performancesteigerung erreicht. Diese Phase wurde mit Auslieferung der Version AGK 3.5 abgeschlossen.

Am 17.05.2006 fand in Bielefeld die 3. Mitgliederversammlung statt und es wurden Workshops veranstaltet. Die gegenseitige Unterstützung der Mitglieder wurde durch die Benennung regionaler Anwenderbetreuer gefördert. Für die Vorbereitung von Aufträgen zur Weiterentwicklung der Gebäudedatei mit Bautätigkeit und zur Spezifizierung einer Kartenkomponente (AGK-Viewer) wurden Arbeitsgruppen gebildet. Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen wurden bei der 4. Mitgliederversammlung am 23.05.2007 in Bremen vorgestellt. Basierend auf den dort skizzierten Grobspezifikationen wurde die Erstellung eines Pflichtenhefts für den AGK-Viewer in Auftrag gegeben.

Seit Ende 2007 ist das Projekt in seiner 2. Erweiterungsphase, in der eine weitere Verallgemeinerung der Programmarchitektur durch die Entwicklung eines Schichten-Modells die Kommunikation mit anderen Komponenten erlaubt. Es wurde zudem eine GIS-Schnittstelle entwickelt, über welche die Kommunikation mit Geographischen Informationssystemen erfolgen kann. Dadurch konnte auch die Programmierung der ersten Version des AGK-Viewers in Auftrag gegeben werden, die im Juli 2008 abgeschlossen wurde. Dies ermöglicht jetzt auch die graphisch unterstütze Fortschreibung von Gebietseinteilungen.

Die Möglichkeiten der neuen Programmversion mit dem Viewer wurden bei der KOSIS-Tagung in Bautzen vorgestellt und bei der 5. Mitgliederversammlung am 04.06.2008 die Aufnahme des Viewers in den Rahmenvertrag beschlossen. 

Die GIS-Schnittstelle wurde um die Möglichkeit der Anbindung von Sachdaten erweitert und für den Viewer eine Möglichkeit der kartographischen Visualisierungs der Sachdaten implementiert. Im Dezember 2008 konnte die Demoversion bereit gestellt werden. Über die GIS-Schnittstelle kann auch die dynamische Anbindung einer GeoDataBase (GDB) für ArcGIS an die AGK-Datenbank erfolgen, wodurch das Gesamtsystem gut skalierbar ist. Für das Einwohnermeldeverfahren MESO wurden Schnittstellen entwickelt, für OK.EWO wird daran gearbeitet.

Zur zentralen Verwaltung von Standorten bzw. Infrastruktureinrichtungen mit Integration in das kommunale Raumbezugssystem über AGK wurde ein Konzept in Auftrag gegeben. Die laufenden oder jährlichen Statistiken für Einrichtungen sollen damit dynamisch verknüpft und visualisiert werden können, Änderungen im Statistischen Raumbezugssystem werden dann automatisch übernommen.

Seite zuletzt geändert am 05.03.2009